Das Thema Räume einnehmen hat in diesen Tagen viel Raum eingenommen. Die Frage die sich immer wieder stellt ist: «Nehme ich meinen Raum ein?»
Eine sehr weise Frau fragte mich dann: «Meinst du die inneren oder die äusseren Räume?»
Eine sehr interessante Frage, da noch nicht einmal geklärt ist wie viele Räume uns zu Verfügung stehen. Nur schon beim schneller drüber schauen … mal nachdenken: 12 Dimensionen, Innen & Aussen, über mindestens 2 Zeitlinien, und mit wem sind wir da alles verbunden? Ganz zu schweigen, von Bewusstseinsräumen, die wir selbst kreieren können. Doch … ich würde sagen da kommt einiges zusammen.
Die Frage ist noch nicht beantwortet: «Innen oder Aussen?»
Ich suche nach einem angemessenen Bild und sehe vor meinem geistigen Auge mich selbst auf einer
6-eckigen Platte. Hiervon gibt es 8 Mia. Für jeden Menschen auf diesem Planeten ein eigener Raum. Ein
Bild, dass ich schon seit meiner Jugend in mir trage.
Die Informationen stürzen auf mich ein, ich sortiere:
Ich-Haftigkeit - Je stärker die Ich-Haftigkeit, desto grösser die Trennung von unserem natürlichen Zustand. Je mehr sie sich auflöst, desto unmittelbarer werden Wahrnehmung, Verbundenheit und Lebensenergie.
In diesem Fall bedeutet die Ich-Haftigkeit auch, dass wir nicht in der Lage sind wahrzunehmen, dass wir einen Raum haben und vor allem nicht wie gross er ist.
Was ist Raum – hier ist die Quantenphysik klar: Wenn wir einen sehr leistungsfähiges Microskop verwenden und auf unserem Arm richten, werden wir die Haut sehen, dann die Zellen, dann woraus die Zellen gemacht sind – Proteine, Fette, Mineralstoffe, Organellen, DNA. Es wird immer interessanter, wenn wir diese heranzoomen, zeigen sich irgendwann die Atome und wenn wir jetzt weiter vergrössern, Protonen, Neutronen, Elektronen und dann kommt der Punkt.
Die Leere. Da ist nichts mehr, nur noch Raum (Antwort eines Physikers: Er enthält Felder und quantenfluktuationen.) Wir bestehen aus Raum. Und jetzt die wichtigste aller Fragen:
«Wer oder was ist dieser Raum? Er gehört schliesslich zu mir, da er sich in mir befindet.»
Aus Neugier beginne ich zu messen. Nehme ich meinen Raum tatsächlich ein? Und wie sieht es bei meinem Gegenüber aus? AHA – 15% reichen nicht. Es ist dein Raum. Wir erhöhen den Wert auf 100%. Es ist immer ein angenehmes Gefühl, irgendwie wacher, ruhender…
Nun bleibt noch zu klären, was ist dieser Raum?
Am Ende ist es sehr einfach, es ist Schwingung. In diesem Raum befinden sich Schwingungen aller Art. Diese haben wir kreiert, es sind meine. Sie bestimmen mein Sein. Heisst alles, was ich in mein Leben ziehe, alle Fülle aber dementsprechend auch alle Ängste, alle Leere, jeden Mangel. Und wenn ich das fertig denke, logischerweise auch alles, was in meinem Leben passiert.
Ein interessantes Training des Bewusstseins. Es geht nicht darum den Raum anderer zu beanspruchen, sondern den eigenen vollständig zu bewohnen. Denn erst wenn wir in unserem Raum vollkommen anwesend sind, können wir ihm bewusst Form geben.
Nun gut: Wir haben zu tun.
Impulse der Stadtdruidin
Kolumne #2 · Juli 2026
© Chantal Donia Houcke | chantal-donia.ch