Wer waren wir, bevor wir gelernt haben, jemand zu sein? Es gibt eine Frage, die mich seit vielen Jahren begleitet. Wer bin ich, wenn ich alles weglasse, was ich gelernt habe zu sein?
- Nicht meine Rollen.
- Nicht meine Erwartungen.
- Nicht meine Ängste.
- Nicht meine Bedürfnisse.
- Nicht mein Ego.
Sondern das, was darunter liegt. Diese Frage findet sich in vielen alten Traditionen wieder.
Im Taoismus wird nach dem ursprünglichen Zustand des Menschen gefragt. Dem Zustand vor der Trennung, dem Kampf und auch vor dem ständigen Tun.
Die Traditionelle Chinesische Medizin untersucht, wie weit wir uns von diesem natürlichen Gleichgewicht entfernt haben und welche Auswirkungen dies auf Körper und Geist hat.
Mit Owéla stelle ich die Frage nach unserer Herkunft. Wer bin ich? Woher komme ich? Was bringe ich aus meiner genetischen und geistig sowie seelischen Linie mit?
FÉO geht noch einen Schritt weiter. Es weckt die Erinnerung an das, was wir ursprünglich waren.
Für mich ist FÉO die keltische Form der Erinnerung an unseren Urzustand. Jenen Zustand, den wir als Kinder noch in uns trugen. Den Zustand, den Tiere oft noch leben. Jener, bevor die Welt beginnt, uns zu erklären, wer wir sein sollen. Derjenige, vevor wir lernen, uns anzupassen, uns über Leistung, Besitz, Anerkennung oder Rollen zu definieren. In diesem ursprünglichen Zustand existieren wir nicht getrennt vom Leben.
o Wir sind Teil davon.
o Wir folgen unserer Natur.
o Wir folgen unserem Auftrag.
o Wir folgen unseren inneren Impulsen.
Warum wir uns von uns selbst entfernen
Im Laufe des Lebens sammeln wir vieles an.
- Mentale Konzepte.
- Vorstellungen.
- Ängste.
- Konditionierungen.
- Verletzungen.
- Fremde Erwartungen.
Wir beginnen, uns über diese Dinge zu definieren. Irgendwann halten wir sie sogar für uns selbst. Doch je mehr wir uns von unserem natürlichen Zustand entfernen, desto grösser wird häufig das Gefühl von Überforderung, Leere oder Orientierungslosigkeit. Aus meiner Sicht ist dies einer der zentralen Gründe, weshalb heute so viele Menschen nach sich selbst suchen. Sie suchen nicht etwas Neues, sie suchen etwas Verlorenes.
Tiere erinnern uns an diesen Zustand
Besonders deutlich wird dies im Umgang mit Tieren. Tiere kommen mit einem natürlichen Wissen in die Welt das ihnen sagt, wie sie Hund, Katze oder Pferd sein müssen. Sie fragen nicht nach ihrem Sinn, Sie leben ihn einfach. Doch auch Tiere bewegen sich in unseren Feldern. Sie übernehmen:
o Spannungen
o Emotionen
o Unruhe
Oft geschieht dies aus Verbundenheit. Sie glauben, dies gehöre zu ihrem Auftrag. Mit der Zeit verlieren auch sie den Kontakt zu ihrem natürlichen Gleichgewicht. Dies ist ein Grund weshalb sie Verhaltensauffälligkeiten, Stress oder körperliche Beschwerden entwickeln. Der ursprüngliche Auftrag ging in Vergessenheit.
Die neun Wege des FÉO
Aus meiner Forschungsarbeit, aus alten Überlieferungen, Symbolen, Erfahrungen und vielen Jahren praktischer Arbeit entstand schrittweise das FÉO-System. Hinzu kommen Erkenntnisse aus intuitiver Wahrnehmung und Channeling. Nicht als Gegensatz zu bestehenden Traditionen. Sondern als Versuch, alte europäische Weisheit wieder zugänglich zu machen. Die neun Wege des FÉO beschreiben unterschiedliche Aspekte unseres Menschseins:
o Herkunft
o Körper
o Organe
o Fluss
o Verbindung
o Transformation
o Erinnerung
o Mitte
o Leere
Sie führen letztlich alle zur selben Frage zurück: Wie komme ich zurück in meine natürliche Ordnung?
FÉO als Philosophie für die heutige Zeit
Wir leben in einer Zeit voller Informationen und doch Wissen allein verändert nichts. Was fehlt, ist aus meiner Sicht die Orientierung. FÉO versteht sich deshalb nicht als Religion, Glaubenssystem oder Dogma. Es ist ein Weg der Erinnerung. Ein Weg zurück zu dem, was unter all den Schichten noch vorhanden ist. Kann es sein, dass Entwicklung nicht darin besteht, immer mehr zu werden?
Nein, sie besteht darin, sich immer mehr daran zu erinnern, wer man ursprünglich war. Genau dort beginnt für mich FÉO. Nichts neues, nur der Hauch einer Erinnerung, die wir wieder hervorholen können. Zur Natur, zum Menschen und zum eigenen, wie auch dem Wesen der Natur und allem was uns umgibt.
Oder wie ich es heute formulieren würde:
FÉO ist der Weg. Du bist der Fluss. Du bist die Wandlung.